

Schule mit Schwung

Mit dem Programm Schule mit Schwung (SmS) verfolgen das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, die Bezirksregierungen in NRW und die Unfallkasse NRW seit dem Schuljahr 2019/20 das Ziel, geeignete Bewegungsaufgaben zur Steigerung der Selbstregulationsfähigkeit der Schüler:innen zu entwickeln und zusammenzustellen und für den Einsatz im Lehr- und Lernalltag in der Schule aufzubereiten. Zugleich werden Gelingensbedingungen für die Entwicklungsprozesse in Schulen, die ein langfristiges Arbeiten an solchen Erkenntnissen möglich machen, identifiziert und zusammengefasst
Seit Programmstart werden insgesamt 36 Schulen in NRW begleitet: 23 Grundschulen, 5 Gymnasien, 5 Gesamtschulen, 2 Realschulen und eine Förderschule. Zusätzlich haben sich vier Tandemschulen etabliert.
Seit 2023 ist auch die Gesa Weiße Rose dabei! Damit knüpfen wir an das Projekt „Lernen und Bewegung“ an und versuchen weiter über Bewegung das Lernen der SchülerInnen zu unterstützen.
Mit Schwung das Lernen fördern!
Schule in Bewegung zu bringen, heißt in diesem Kontext: Schulentwicklungsprozesse anzuregen:
- durch eine lerngerechte Rhythmisierung des Unterrichts,
- durch bewegte Pausen,
- durch bewegendes und selbstständiges Lernen,
- durch beteiligende sicherheits- und gesundheitsförderliche Organisationsstrukturen,
- durch die Anerkennung von Bewegung und Wahrnehmung als Schlüssel für ganzheitliches Lernen.
Die positiven Auswirkungen von Bewegung, Spiel und Sport auf kognitive Funktionen werden in der aktuellen Bildungsdiskussion durch Beiträge der Bewegungsneurowissenschaften fundiert untermauert. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Förderung der exekutiven Funktionen gelegt.
Im exekutiven System des präfrontalen Kortex im Gehirn laufen komplexe Prozesse ab, die für gezielte und organisierte Handlungen notwendig sind und beispielsweise die für erfolgreiches Lernen notwendige Aufmerksamkeitsfokussierung und Selbstregulation ermöglichen. Dazu zählen das Arbeitsgedächtnis, die Impuls- und Aufmerksamkeitskontrolle (Inhibition) sowie die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit und das eigene Verhalten flexibel und situationsangemessen umstellen zu können (kognitive Flexibilität).
Auf diese Weise unterstützen die exekutiven Funktionen die Selbstkontrolle und Selbstregulationsfähigkeit, also die bewusste und gezielte Steuerung von Verhalten, Aufmerksamkeit und Emotionen. Folglich werden Lernprozesse generell umfassend gefördert. Bewegung, Spiel und Sport bieten demzufolge vielfältige Anlässe, diese Kompetenzen alltagsintegriert im Setting Schule zu fördern.
An der Gesa Weiße Rose wird das Programm schon vielfältig gelebt: ob in bewegten Pausen oder in AGs, in der Lernzeit+ im Profilzweig, mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen und Reflexionstrainings, in Form von Projekten wie „Games for Brains“ oder „Drums Alive“ sowie in den unteren Jahrgängen mit den vier Freunden aus Hirnschmalz. Für alle Lehrkräfte gibt es abrufbare Bewegungsaufgaben und Bewegungsvideos, die für den Unterricht genutzt werden können.
Weiterführende Informationen:
Podcast „Lernen durch Bewegung“ WDR 5 Quarks – Wissenschaft und mehr:
Interview mit Dr. Sabine Kubesch zur Förderung der Selbstregulation von Kindern:
https://www.youtube.com/watch?v=aE-Pq8EaDvM&t=10s
Erklärvideo: Einführung in das Thema „Lernen und Bewegung“
Beispiele für Bewegungsaufgaben zur Förderung der exekutiven Funktionen und der Selbstregulation:
Städtische Gesamtschule
Weiße Rose Warendorf
Von-Kettler-Straße 38
48231 Warendorf
Telefon 02581 – 2260
gesamtschule@warendorf.de
