Bienenwelt im Schulgarten

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Sind Bienen wirklich gelb-schwarz gestreift wie Wespen? Wie sieht so ein pelziges Hummelchen eigentlich aus der Nähe aus? Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Blütenbestäubung gingen Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs auf die Spur. Ausgerüstet mit Becherlupen, erkundeten sie nun ein letztes Mal den Schulgarten der Gesamtschule.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden sich die Kinder und Jugendlichen, insbesondere die Schulgarten-AGs der Gesamtschule unter der Leitung von Lehrerin Beate Bach und Schulsozialarbeiter Marcus Kleinhofer, in diesen Tagen von ihrem geliebten Schulgarten. Steinmauern wurden bereits abgebaut, der Schuppen ausgeräumt und Pflanzen versetzt. Denn zu Beginn der Sommerferien wird der Schulgarten einer weiteren Baumaßname an der Gesamtschule weichen müssen. Bagger und Abrissbirne werden die maroden Pavillons abreißen und einem neuen Biologieraum, einer Erweiterung der Mensaausgabe, sowie einer neuen Schülertoilettenanlage Platz machen.
Seit dem Einzug in das Schulgebäude im Jahre 1956 durch die Hauptschule „Hinter den Dreibrücken“ verwandelten viele Schülerhände die Fläche hinter der heutigen Gesamtschulmensa in ein wahres Gärtner- und Öko-Paradies: Beete und Pflasterflächen, eine Streuobstwiese, ein Bienenhaus, ein Insektenhotel und eine großzügige Teichanlage wurden angelegt und über Jahre gehegt und gepflegt.
Dies änderte sich auch mit dem Einzug der Gesamtschule nicht: Schülerinnen und Schüler des jeweiligen 5. und 6. Jahrgangs krempeln seit nunmehr drei Jahren regelmäßig die Ärmel auf, bestellen die Beete, ackern und werkeln, beobachten die Bienen bei ihrer Arbeit und naschen schuleigenen Honig aus den Händen von Friedel Bögel.
Jetzt heißt es Abschied nehmen, wobei im kommenden Frühjahr eine neue Gartenanlage an selbiger Stelle entstehen soll. Tatkräftige Schüler und engagierte Eltern haben bereits ihre Mithilfe zugesichert und auch die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein der Gesamtschule und weiterer Spender wurden bereits in Aussicht gestellt. Somit kann nach den umfangreichen Baumaßnahmen bald wieder die Gartenarbeit aufgenommen und Flora und Fauna der Weg zurück in den Schulgarten geebnet werden.